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Sabine Kuegler

Dschungelkind

Autobiographie
Droemer Verlag
ISBN 3-426-27361-6
346 Seiten
gebunden
Schutzumschlag
19,90 Euro

Sabine Kuegler ist eine schöne junge Frau. Das ist einer der ersten Gedanken, die ich habe, als ich dieses Buch in Händen halte, und in Verbindung mit dem Titel Dschungelkind, der ihr über die Stirn geschrieben ist, erweckt der Schutzumschlag Erinnerungen an die Geschichte von Mogli und Balu. Die Autorin legt offenbar Wert darauf, sich in Szene zu setzen, im Inneren des Buches begegnet der Leserin dieses Foto noch öfters, nur leicht verändert.


Aus dem Klappentext entnehme ich unter anderem, das sie eine eigene Medienfirma betreibt, dass es bereits auch ein Hörbuch gibt (Deutsche Grammophon).


Was Kuegler zu erzählen hat, ist „...die Geschichte eines Mädchens, das in einem anderen Zeitalter aufwuchs...“. Sie erzählt „...in der Hoffnung, mich selbst zu finden...Und um vielleicht zu erkennen, wo ich wirklich hingehöre.“
Ihre Hoffnung ist somit die jedes jungen Erwachsenen, ihre Geschichte allerdings keine alltägliche.


Sie beginnt mit dem Augenblick, als die Autorin, siebzehnjährig, in Hamburg am Bahnhof steht, ein Dschungelkind, alleingelassen von den Eltern zugunsten eines Lebens mit (für?) Buschbewohner, ausgesetzt in der westlichen Welt, auf dem Weg in ein Schweizer Internat, wo sie einen Schulabschluss machen und das Benehmen einer jungen Dame erlernen soll.

Auf der Zugfahrt taucht sie in die Erinnerungen ein an eine Kindheit, die sich veränderte, als sie fünfjährig mit ihrer Familie auf eine Dschungelbasis in West- Papua auf Neuguinea zieht.Ihre Eltern sind Missionare und Sprachforscher und nehmen ihre drei Kinder mit zu einem bis dahin unbekannten Stamm im Dschungel, um mit diesem zu leben.

Es ist eine Geschichte voller unbekannter Abenteuer, die Geschichte eines sehr lebenshungrigen und unerschrockenen Kindes, das sich die neue Umgebung und Lebensweise Schritt für Schritt zueigen macht.Mit zwölf Jahren kommt sie erstmals wieder nach Deutschland und kehrt als Teenie zurück in den Dschungel. Aber sie ist nicht mehr dieselbe.

Das Buch ist lesenswert, spannend geschrieben, gegliedert in Kapitel über die verschiedensten Lebensbereiche, gefüttert mit einer geschichtlichen Exkursion über das Land, einigen Karten, einem Kapitel über die Sprache der Fayu und ergänzt durch eine reiche Auswahl an Fotos.

Maria S. Althäuser


 



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